Was kann Atmung mehr sein als Sauerstoffaufnahme?

Viele Menschen mit neurologischen Erkrankungen haben multiple Funktionsstörungen. Insbesondere bei älteren Menschen ist es nicht selten, dass pulmonale Nebendiagnosen vorliegen, welche die Rehabilitation erheblich verzögern können.

In diesem Kurs werden die häufigsten pulmonalen Krankheitsbilder besprochen und Behandlungsansätze vermittelt, die in eine neurologische Behandlung integriert werden können. Es soll aufgezeigt werden, wie mittels Lagerung die Atemsituation günstig beeinflusst und wie die Atmung auf die Stabilität des Rumpfes wirkt. Ebenso werden prophylaktische Massnahmen zur Reduktion der häufigsten pulmonalen Komplikatio-nen thematisiert. Der Kurs richtet sich an Therapeutinnen und Therapeuten, welche sich noch nicht intensiv mit dem Thema befasst haben.

Weitere Informationen

Zeitraum

Donnerstag, 03. Oktober 2019 bis Freitag, 04. Oktober 2019

09:00 - 17:00 Uhr (Abweichungen möglich)

Ort

Seminarraum Hochrhein/Alpenrhein

Dozentin

Frau Barbara Lüscher Physiotherapeutin FH, MSc in Neurologischer Rehabilitation, Ausbilderin FA, Modulverantwortliche BScPT für IOG und Vertiefung & Vernetzung an der ZHAW

Termine

Kursinhalte
  • Hauptprobleme und Symptome bei obstruktiven und restriktiven Krankheitsbildern sowie pulmonale Hypertonie
  • Typische Veränderungen der Atemmechanik bei neurologischen Patienten
  • Therapieansätze bei chronischen Lungenleiden mit Berücksichtigung der neurologischen Störung
  • Verschiedenen Ausgangsstellungen und die dadurch veränderte Atemmechanik (physiologisch)
  • Wirkung und Nutzen von Atmung unterstützenden Hilfmitteln (z.B. EzPAP) bei neurologischen Patienten
  • Kurzbefund: Atemlokalisation und Auskultation
  • Lagerung und aktive Atemtherapie zur Prophylaxe von sekundären pulmonalen Problemen
  • Beeinflussung der Ventilation und Einfluss auf die Rumpfstabilität in verschiedenen Ausgangsstellun-gen
  • Sekret mobilisierende Techniken sowie Hustentechniken/Hustenunterstützung inkl. Hilfsmittel (oszillierende & kontinuierliche PEP-Geräte, Bagging)
  • Unterstützung bei der Inhalation (korrektes Inhalieren)
  • Verbesserung der inspiratorischen Muskelkraft (IMT)
Kursziele

Die Teilnehmenden

  • vertiefen das Wissen über die physiologische Atemmechanik, deren Abhängigkeit von der Schwer-kraft sowie die Beeinflussbarkeit durch Lagerung
  • frischen ihr Wissen über die häufigsten pulmonalen Krankheitsbilder auf und lernen die Behand-lungsmöglichkeiten in Kombination von neurologischen Störungen kennen
  • ind in der Lage, einen Kurzbefund der Atmung inkl. Hustenassessment durchzuführen und die Aus-kultationsgeräusche zu interpretieren sowie die entsprechenden wirkungsvollen Massnahmen zu wäh-len und auszuführen
  • beziehen die Atmung bewusst in die Behandlung von neurologischen Patienten ein, um unter anderem auch Einfluss auf die Rumpfstabilität zu nehmen
  • üben praktisch ventilationsverbessernde sowie Sekret mobilisierende Techniken.
Methodik
  • Theoretische Präsentationen
  • Praktisches Arbeiten
  • Fallbeispiele
  • Gruppen- und Partnerarbeiten
Lernzielkontrolle
  • Feedback durch die Referentin bei praktischen Übungen
Selbstlernaktivitäten
  • Eigenerfahrung
  • Selbststudium
Zielgruppe

Fachpersonen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie

Kursgebühr

CHF 440.00

Kursdauer
2 Tage

Kursflyer zum Herunterladen

Was kann Atmung mehr sein als Sauerstoffaufnahme?

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