Einfühlsame Kommunikation und Interaktion mit Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen

Wie verstehende Diagnostik und einfühlsame Kommunikation helfen kann, schwierige Situationen bei der Versorgung, Betreuung und Pflege von Menschen mit

Viele Gesundheitsfachkräfte sind in der Versorgung, Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz im-mer wieder mit Verhaltensweisen ihrer Patienten bzw. Klienten konfrontiert, die ihnen auf den ersten Blick als „schwierig“, „unkooperativ“, „hinderlich“ und „auffällig“ erscheinen. Ein wichtiges Ziel dieses Seminars ist es u.a. den „herausfordernden“ Aspekt dieses Verhaltens zu erkennen – und zwar im ursprünglich gemeinten Sinn dieses Begriffes. Denn als der Begriff des „herausfordernden Verhaltens“ als Übersetzung des eng-lischen Begriffs „challenging behaviour“ in die Fachdiskussion eingeführt wurde (Bartholomeyczyk et al., 2005), sollte dadurch die dem englischen Begriff eigene Bedeutung einer „echten Aufgabe, die einen Men-schen fordert, sein Bestes zu geben und seine ganze fachliche und kommunikative Kompetenz zu zeigen“ in den Vordergrund gestellt werden. Die Bedeutung der „Provokation“, wie sie leider häufig fälschlicherweise mit dem Begriff des „herausfordernden Verhaltes“ assoziiert wird, war damit nicht gemeint.

Solche auf den ersten Blick schwierigen Verhaltensweisen machen für den Patienten selbst Sinn, wenn auch häufig unbewusst, weil er durch sie unbefriedigte Bedürfnisse zum Ausdruck bringt. Diese zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, erfordert die Fähigkeit zur verstehenden Diagnostik und eine einfühlsame Kommunikationskompetenz.

Weitere Informationen

Zeitraum

Freitag, 15. Mai 2020 bis Samstag, 16. Mai 2020

09:00 - 17:00 Uhr (Abweichungen möglich)

Ort

Seminarraum Hochrhein/Alpenrhein

Dozentin

Frau Sabine Engel Dipl. Psychogerontologin, Dipl. Neuropsychologin

Termine

Kursinhalte
  • Kurze Einführung in Formen und Symptome der Demenzen
  • Herausfordernde Verhaltensweisen und deren mögliche neurophysiologische Begründungen
  • Bedürfnistheorien bei Menschen mit Demenz
  • Möglichkeiten und Hilfsstrategien beim Erkennen zugrunde liegender Bedürfnisse
  • Formen des einfühlsamen personenzentrierten Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen
  • Eigene Grenzen erkennen und verantwortungsvoller Umgang mit diesen
Kursziele

Die Teilnehmenden

  • erkennen die Motivationen von Menschen mit Demenz, die schwieriges Verhalten zeigen und reagieren einfühlsam auf solches Verhalten
  • arbeiten an der eigenen Haltung im Umgang mit Menschen mit Demenz
  • geben die erarbeiteten Erkenntnisse an andere Kolleginnen und Kollegen und Angehörige weiter.
Methodik
  • Theoretische Präsentationen
  • Praktisches Arbeiten
  • Fallbeispiele
  • Gruppen- und Partnerarbeiten
  • Plenumsdiskussion
Lernzielkontrolle
  • Feedback durch Referenten bei praktischen Übungen
  • Schriftliche Fragen
Selbstlernaktivitäten
  • Eigenerfahrung
  • Selbstreflexion
Zielgruppe

Fachpersonen für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Sporttherapie, Osteopathie, Chiropraktik, Musiktherapie, Psychologie, Pflege, Ärzteschaft, Personen mit medizinisch-therapeutischer Grundausbildung

Kursgebühr

CHF 480.00

Kursdauer
2 Tage

Kursflyer zum Herunterladen

Einfühlsame Kommunikation und Interaktion mit Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen

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