Gehirn und Schmerzen

Ein bio-psycho-soziales Phänomen

Schmerzen sind mehr als eine resultierende Antwort auf die zentrale Integration von peripheren Nervenim-pulsen, die von lokalisierten Reizen ausgelöst werden. In der Tat, Schmerzen sind unangenehme Senso- und Gefühlserlebnisse assoziiert mit realen oder potenziellen Schäden oder sogar imaginativen Erwartungen verbunden.

Schmerzen sind der häufigste Grund für Arztkonsultation in den meisten fortgeschrittenen Ländern. Sie sind ein Hauptsymptom bei vielen Erkrankungen und können signifikant in die Lebensqualität und allgemeine Funktionsweise eines Menschen eingreifen. Psychologische Faktoren wie soziale Unterstützung, Kontext, Aufregung oder Ablenkung, Glaube, Erwartungen u. a. können die Intensität und/oder Unannehmlichkeiten der Schmerzen deutlich modulieren.

Mit Schmerzen bewegt man sich anders, denkt man anders, verhält sich man anders, lebt man anders.

Weitere Informationen

Zeitraum

Montag, 14. Oktober 2019 bis Dienstag, 15. Oktober 2019

09:00 - 17:00 Uhr (Abweichungen möglich)

Ort

Seminarraum Hochrhein/Alpenrhein

Dozent

Herr Nelson Annunciato Funktioneller Neuroanatom, Neurowissenschaftler, Postgraduale Ausbildung über Ernährungsmedizin, Schwerpunkt Prävention und Behandlung von Krankheiten in Zusammenhang mit dem Alter

Termine

Kursinhalte
  • Anatomische, physiologische und molekuläre Grundlagen der Schmerzentstehung
  • Schmerzleitung: periphere und zentrale Schmerzwege
  • Genetische Neigung und Umweltfaktoren im Kontext mit Schmerzen
  • Angeborene Analgesie, Diffuse Analgesie, Diffuse Hyperalgesie, Allodynie
  • Kulturelle Eigenschaften, Subjektivität, Erwartung, Aufmerksamkeit, Meditation, Glauben und Schmerzen
  • Sind Schmerzen eine Krankheit?
  • Lokalisierte, projizierte, ausstrahlende und psychogene Schmerzen
  • WDR-Neurone (wide dynamic range) und Schmerzen
  • Formatio reticularis als Ausgangstür unserer Emotionen und die Schmerzmodulation
  • Fibromyalgie als Syndrom
  • Tägliche Prävention: Was soll ich gegen die Entstehung und in der Behandlung von Schmerzen ma-chen?
  • „No Pain, no Gain“ und „No Brain, no Pain“
Kursziele

Die Teilnehmenden

  • nennen die Rezeptoren und Strukturen, die mit Schmerzen verbunden sind
  • unterscheiden die genetische Neigung, an Schmerz zu leiden von den epigenetischen Faktoren
  • zitieren die Faktoren, welche die Schmerzwahrnehmung beeinflussen
  • erklären die chemischen Substanzen, die sich in der Ernährung befinden und als Schmerzhemmer dienen
Methodik
  • Theoretische Präsentationen
Selbstlernaktivitäten
  • Selbststudium
Zusätzliche Info

Credits Fachgesellschaften: SNG 8/7 Credits, SGPMR 7/6 Credits

Zielgruppe

Fachpersonen mit medizinischer Grundausbildung

Voraussetzung

Kein Nachweis erforderlich

Kursgebühr

CHF 400.00

Kursdauer
2 Tage

Kursflyer zum Herunterladen

Gehirn und Schmerzen

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